Wie jedes Jahr zur Haupttagung halten Sie, liebe Mitglieder, Förderer und Freunde des BVRS, unseren Jahresbericht in den Händen. Es ist der Letzte dieser Wahlperiode; damit lesen Sie auch das letzte Vorwort, in dem wir uns zu dritt an Sie richten. Denn am 9. Oktober 2025 wird unser Präsidium neugewählt. Ab dann haben wir wieder einen Präsidenten als Nachfolger unseres viel zu früh verstorbenen Freundes Heiner Abletshauser.
Dieser Berichtszeitraum mutet für uns wie ein Finale der zu Ende gehenden Wahlperiode an: Vieles, was uns hierin beschäftigt hat, ist jüngst mit Erfolg vollendet worden:
Dabei denken wir zuallererst an die im Juli endgültig bestätigte Rückkehr zur Meisterpflicht: Noch in der vorherigen Wahlperiode, im Februar 2020, ist unser Gewerk mit elf weiteren in die Anlage A der HwO zurückgeführt worden – allerdings mit der Auflage der Evaluierung binnen fünf Jahren. Diese ist nun beendet worden. Unsere Mitarbeit im ZDH-Arbeitskreis, unsere zahlreichen Gespräche und Stellungnahmen zogen sich damit durch die ganze Wahlperiode und waren am Ende von Erfolg gekrönt: Wir sind und bleiben Meister!
Neben der Corona-Pandemie, während der die letzte Wahl stattfand und die noch lange Zeit unser Verbandsleben prägte, beschäftigten uns seit Ende 2021 die – für die Größe unserer Geschäftsstelle – zahlreichen Wechsel und Vakanzen. Diese gehören mit dem Eintritt von Frank Wigger als Technischem Referenten zu Beginn dieses Jahres (hoffentlich) der Vergangenheit an. Und: Wir sind wieder quer durch alle Arbeitsgebiete gut aufgestellt. Durch unsere technische Kooperation mit der IVRSA verfügen wir nicht nur über eine gute Ergänzung unserer eher handwerklich-praktisch ausgerichteten Kompetenz, sondern auch über eine größere Schlagkraft unserer Branche.
Zu dieser Schlagkraft trägt auch unsere neue Kooperation mit der RTG bei, die seit Jahresbeginn offiziell ist und die sich bereits in den ersten Wochen des Jahres – unter dem Eindruck der Folgen des vorzeitigen Bruchs der Ampelkoalition, insbesondere der Koalitionsverhandlungen – bewährt hat. Auch der Beitritt zur RTG war Schlusspunkt eines Prozesses, der sich über die gesamte Wahlperiode erstreckte. Gleichzeitig ist er ein neuer Meilenstein in Sachen politischer Kommunikation, die generell nach der Neubesetzung unseres Kommunikations- und Veranstaltungsreferats durch Simon Schmid deutlich Aufwind bekommen hat. Wie in nahezu keinem Berichtszeitraum zuvor haben wir uns nicht nur über unsere Dachverbände ZDH und BVB, sondern ganz direkt mit Stellungnahmen, Abgeordnetengesprächen sowie Auftritten auf Veranstaltungen für unsere Branche in die vielen politischen Diskussionen eingebracht und zahlreiche neue Kontakte knüpfen können.
Viertes und letztes Beispiel sind die Besuche an allen vier Berufsschulen während der gesamten Wahlperiode. Mit den jüngsten Gesprächen in Wiesau und Pirmasens während dieses Berichtszeitraums haben sie ihren Abschluss gefunden. Dem Präsidium, das die Stärkung unserer Berufsausbildung ganz oben auf die Agenda für die Wahlperiode gesetzt hatte, waren die intensiven Begegnungen mit Rektoren, Lehrern, Schülern, Prüfungsausschüssen und auch Wohnheimleitern elementar, um die Situation vor Ort näher kennenzulernen sowie ganz konkrete Handlungs- und Unterstützungsbedarfe zu identifizieren.
Nun geht es mit Elan weiter – in ein neues Berichtsjahr und in eine neue Wahlperiode. Wie immer das neue Präsidium zusammengesetzt sein wird, eines ist heute schon klar: Wir werden den eingeschlagenen Weg der Kooperationen fortsetzten, denn nur gemeinsam sind wir stark. Wir werden noch mehr auf politische Kommunikation setzen, von der lokalen Ebene bis nach Europa. Wir werden den Weg der Digitalisierung weiter ausbauen, sei es mit unserer Verbands-App, an der wir mit Hochdruck arbeiten, oder sei es mit der noch stärkeren Verankerung des digitalen Berichtshefts in unseren Ausbildungsverhältnissen. Unsere Ausbildung soll hierdurch attraktiver werden, aber auch die Ausbildungs- und Prüfungsinhalte wollen wir modernisieren und an die technische Entwicklung anpassen.
Es gibt also auch in Zukunft viel zu tun. Vergangenes war bzw. künftiges ist nicht möglich ohne unsere vielen Ehrenämtler in unseren Gremien und nicht ohne unser Team in Bonn.
Wir danken Ihnen sehr für Ihr Vertrauen, am liebsten für Lob, aber immer auch für konstruktive Kritik. Wir sind stolz auf das enge, familiäre und vertrauensvolle Miteinander, das gerade unsere Branche so sehr auszeichnet.
Bonn, im September 2025