R+S-Handwerk: Schwacher Jahresauftakt, Hoffnung auf Frühjahrsbelebung

R+S-Handwerk: Schwacher Jahresauftakt, Hoffnung auf Frühjahrsbelebung

Das Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk ist mit einem Dämpfer in das Jahr 2026 gestartet. Der Geschäftsklimaindex im R+S-Handwerks, lag im ersten Quartal bei 87 Punkten und damit unter dem Vorjahreswert von 94 Punkten. Auch die wirtschaftliche Lage blieb angespannt: 44,8 Prozent der Betriebe bewerteten ihre Situation als schlecht. 42,5 Prozent berichteten von einer nachlassenden Nachfrage und 48,3 Prozent über rückläufige Umsätze.

Für das zweite Quartal 2026 zeigt sich eine optimistischere Erwartungshaltung: Der Geschäftsklimaindex könnte sich im Zuge der saisonalen Frühjahrsbelebung stabilisieren. So erwarten 37,9 Prozent der Betriebe eine Verbesserung der Geschäftslage, während weitere 26,4 Prozent von einer stabilen Entwicklung ausgehen.

Besonders bei der Nachfrage zeichnet sich die Hoffnung auf eine saisonale Belebung ab: Insgesamt rechnen 63,2 Prozent der Betriebe mit zumindest stabilen Werten; davon 36,8 Prozent mit einer Verbesserung Ihrer Situation. Auch bei den Umsätzen überwiegt vorsichtiger Optimismus – 43,7 Prozent erwarten steigende Erlöse.

Gleichzeitig bleibt der Kostendruck hoch. 87,4 Prozent der Betriebe rechnen weiterhin mit steigenden Einkaufspreisen, die vielfach über höhere Verkaufspreise weitergegeben werden sollen.

Eine Stabilisierung der Geschäftslage hängt maßgeblich von der tatsächlichen Nachfrageentwicklung im Frühjahr und der weiteren Kostenentwicklung ab.

Lust, den Klimaschutz in der „Wirtschaftsmacht von nebenan“ zu unterstützen?

Dann kommen Sie zum Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS)!

Zur Erweiterung unserer Geschäftsstelle suchen wir zum nächst möglichen Zeitpunkt einen

 

Wir bleiben Meister!

Ministerium bestätigt „Rückvermeisterung“ im Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk

Der Beruf des Rollladen- und Sonnenschutztechnikers bleibt in der Anlage A der Handwerksrolle und damit ein meisterpflichtiges Handwerk. Das hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bekannt gegeben.

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung”, sagt Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz e.V. „Die Evaluierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat nun ergeben, dass die 2020 erfolgte ,Rückvermeisterung‘ unseres Handwerks richtig war.“

Nachdem im Jahr 2004 rund 50 Gewerke, darunter auch der da-malige „Rolladen- und Jalousiebauer“ in die Anlage B überführt wurden und damit aus der Zulassungspflicht fielen, wurde dies von der schwarz-roten Koalition 2020 rückgängig gemacht. Diese Entscheidung sollte nach fünf Jahren überprüft werden, was nun erfolgt ist.

„Wir konnten dem Ministerium nachvollziehbar darlegen, dass die Qualität der ausgeführten Arbeiten von Meisterbetrieben deutlich höher ist als die von Betrieben ohne Meister. Sachverständige haben bestätigt, dass Betriebe ohne einschlägige Qualifikation für 70-80 Prozent der Schadensfälle verantwortlich sind. Gleichzeitig sind die von Nicht-Meisterbetrieben verursachten Schäden auch deutlich höher als die von Meisterbetrieben“, berichtet Ingo Plück.

„Wir sind uns sicher, dass die Entscheidung ein wichtiger Schritt sowohl im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes als auch für die berufliche Zukunft unserer Handwerkerinnen und Handwerker ist”, so Plück abschließend.

Ministerium bestätigt Meisterpflicht im Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk

Gute Nachrichten aus dem politischen Berlin:

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat bestätigt, dass das Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk weiterhin der Anlage A der Handwerksordnung zugeordnet und damit meisterpflichtig bleibt. Damit wird die 2020 beschlossene „Rückvermeisterung“ unseres Handwerks nach einer fünfjährigen Evaluierungsphase offiziell als richtig anerkannt. Ein starkes Signal für Qualität und Qualifikation, die täglich im Betrieb, auf der Baustelle und in der Ausbildung geleistet wird.
Zur Erinnerung: Im Jahr 2004 wurden über 50 Handwerksberufe – darunter auch der damalige Rolladen- und Jalousiebauer – in die zulassungsfreie Anlage B überführt. 2020 hat die Bundesregierung diese Entscheidung für einige Berufe revidiert und die Meisterpflicht wiedereingeführt – mit der Auflage, die Wirkung nach fünf Jahren zu überprüfen.
Diese Überprüfung ist nun beendet – mit einem erfreulichen Ergebnis:
Wir konnten dem Ministerium nachvollziehbar darlegen, dass die Qualität der ausgeführten Arbeiten von Meisterbetrieben deutlich höher ist als die von Betrieben ohne Meister. Sachverständige berichten, dass Betriebe ohne einschlägige Qualifikation für bis zu 70–80 Prozent der Schadensfälle verantwortlich sind. Noch dazu sind die verursachten Schäden auch noch deutlich höher als die, die Meisterbetriebe zu verantworten haben.
Wir sind uns sicher, dass die Entscheidung ein wichtiger Schritt sowohl im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes als auch für die berufliche Zukunft unserer Handwerkerinnen und Handwerker ist.

Den ganzen Evaluierungsbericht gibt es hier: Evaluierungsbericht

R+S-Handwerk: Frühling bringt vorsichtigen Optimismus

Nach einem schwierigen Vorjahr mit Umsatz- und Beschäftigungsrückgängen zeigt das 1. Quartal 2025 erste Stabilisierungstendenzen im R+S-Handwerk. Der Geschäftsklimaindex stieg auf 94 Punkte, die Auslastung lag bei 84 Prozent. 56 Prozent der Betriebe meldeten zumindest stabile Umsätze. Für das 2. Quartal erwarten 78 Prozent der Betriebe eine zumindest befriedigende Geschäftslage, 34 Prozent davon eine Verbesserung. Auch die Umsatzprognosen fallen positiver aus: 32 Prozent der Betriebe rechnen mit einem Anstieg. Die Investitionsbereitschaft zieht leicht an – 48 Prozent planen Neuanschaffungen. Steigende Kosten durch Löhne, Materialien und globale Unsicherheiten bleiben eine Belastung. Hoffnung macht die wirtschaftspolitische Neuausrichtung der Bundesregierung sowie der saisonale Frühjahrsaufschwung, der traditionell für mehr Bautätigkeit sorgt. Viele Betriebe hoffen auf eine nachhaltige Belebung im weiteren Jahresverlauf.

BVRS Ausbildungspreis

Zum elften Mal lobt der BVRS den mit 500 Euro dotierten Ausbildungspreis für herausragende Ausbildungsleistungen aus.

Mit dem Preis ausgezeichnet werden sollen Personen, die sich in besonderer Weise für die Ausbildung von jungen Menschen aktiv engagieren. In erster Linie werden Bewerber berücksichtigt, die sich durch eine überdurchschnittliche Ausbildungsleistung hervorheben. Aber auch innovative Konzepte und Ideen zur Förderung etwa von begabten oder auch benachteiligten Jugendlichen, ausländischen Jugendlichen oder Frauen sind von Bedeutung.

Natürlich haben kleinere Betriebe, die nicht über die gleichen personellen und finanziellen Mittel wie größere Betriebe verfügen, die gleichen Chancen.

Die Jurierung erfolgt durch ein neutrales Gremium, bestehend aus Vertretern von BVRS-Präsidium, Berufsbildungsausschuss, Berufsschulen, Handwerksorganisation und Fachpresse.

Für die Bewerbung oder einen Vorschlag muss ein Formblatt ausgefüllt werden, das – neben den Teilnahmebedingungen – nachfolgend zum Herunterladen bereitsteht. Bewerbungsschluss ist der 31. August.

BVRS Ausbildungspreis Bewerbungsbogen 2025

(Hinweis: Öffnen Sie das Formular bitte mit dem kostenlosen Acrobat Reader, um die interaktiven Funktionen zu nutzen.)

BVRS Ausbildungspreis Teilnahmebedingungen

 

Am 20. März ist Rollladen- und Sonnenschutztag

Klimavorsorge beginnt bei der Gebäudehülle

Fachhandwerk berät rund um den Aktionstag am 20.03.2026

Bonn
Die Folgen des Klimawandels wirken sich zunehmend auf Gebäude in Deutschland aus und machen vorausschauende Klimavorsorge erforderlich. Aktuelle Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Zahl der heißen Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius im Trend deutlich steigt. Dies wirkt sich auf Wohnkomfort, Gesundheit und Energieverbrauch aus. Eine Studie, die das Ingenieurbüro Hauser im Auftrag der RTG durchführte, widmet sich den zu erwartenden Klimafolgen. Simulationen für das Jahr 2045 zeigen, dass sich Innenräume in Zukunft ohne wirksamen Hitzeschutz auf bis zu rund 38 Grad aufheizen können.

Der bundesweite Rollladen- und Sonnenschutztag am 20. März 2026 greift solche Entwicklungen auf und rückt die Klimavorsorge in den Fokus. Unter dem Motto „Sonnenschutz ist Klimavorsorge“ informiert das Fachhandwerk bundesweit darüber, welchen Beitrag seine Lösungen zur vorausschauenden Klimavorsorge an Gebäudehüllen leisten.

Klimavorsorge: frühzeitig handeln statt energieintensiv nachrüsten

Klimavorsorge beschreibt einen vorausschauenden Umgang mit den Folgen des Klimawandels im Gebäudebereich, der auf frühzeitige Anpassung, Schutz und langfristige Nutzungsqualität abzielt. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die ohne zusätzlichen Energieaufwand wirken und damit eine Alternative zu energieintensiver Klimatechnik darstellen. Ein erster Schritt ist die Installation von Rollläden und Sonnenschutz. Sie verbessern das Raumklima und tragen gleichzeitig zur Energieeffizienz bei. Dabei bündeln sie Aspekte, die bislang oft getrennt betrachtet wurden: Hitzeschutz, Energieeinsparung sowie Gesundheit und Wohlbefinden. „Klimavorsorge bedeutet, heute die richtigen Entscheidungen für morgen zu treffen“, sagt Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz (BVRS). „Außenliegender Sonnenschutz hat großes Potenzial, die Gebäudehülle wirksam vor Klimafolgen zu schützen und langfristig vorzusorgen.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiekosten, zunehmender Hitzesommer und klimabedingt wachsender Anforderungen an Gebäude wird deutlich, dass Rollläden und Sonnenschutz kein Luxus sind. Sie sind ein funktionaler und notwendiger Bestandteil moderner Architektur und lassen sich zudem auch im Gebäudebestand meist problemlos nachrüsten. Als erster Schritt der Klimavorsorge bieten sie eine nachhaltige Möglichkeit, Wohnumgebungen an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen.

Der Rollladen- und Sonnenschutztag als Impuls für vorausschauende Klimavorsorge

Rund um den Frühlingsanfang am 20. März richten sich die Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutzhandwerks an alle, die ihre Immobilien zukunftsfähig weiterentwickeln möchten und informieren über individuelle Lösungen. Dabei zeigen sie auf, wie Klimavorsorge im Gebäudebereich sinnvoll und praxisnah umgesetzt werden kann. Damit unterstreicht der Aktionstag die Rolle des Fachhandwerks als ersten Ansprechpartner für wirksame Klimavorsorge im Gebäudebereich.

Informieren Sie über das Rollladen- und Sonnenschutzportal über die vielseitigen Möglichkeiten, Energie zu sparen, und finden Sie Ihren R+S-Fachbetrieb in Ihrer Nähe.

R+S-Handwerk: Konsumflaute hält an

Im Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerk ist normalerweise im Frühjahr und Sommer eine höhere Nachfrage zu erwarten, was zu steigenden Umsätzen führt. 2024 zeigte sich dieser Trend jedoch nur im 2. Quartal, mit einem Anstieg des Geschäftsklimaindex auf fast 100 Punkte. Die Umsätze stiegen laut Statistischem Bundesamt im 2. Quartal um 27,9 % gegenüber dem Vorquartal, blieben aber 5,9 % unter dem Vorjahresniveau. Im 3. Quartal erreichte der Geschäftsklimaindex nur 74 Punkte, und die Nachfrage stabilisierte sich nur bei 63,2 % der Betriebe. Mehr als ein Viertel erzielte geringere Umsätze, die Auftragsreichweite lag bei 6,3 Wochen. Gründe sind gedämpfte Konsumfreude trotz leicht besserer Einkommenserwartungen und sinkender Inflation. Verbraucher zögern vor allem bei größeren Anschaffungen, was durch wirtschaftliche Unsicherheiten verstärkt wird. Die Erwartungen für das 4. Quartal 2024 sind verhalten. 63 % der Betriebe erwarten eine stabile Geschäftslage, und nur noch 4 % rechnen mit Verbesserungen. Auch 2025 bleibt die Lage herausfordernd, jedoch gibt es Hoffnung auf eine Erholung dank EZB-Zinssenkungen und einer möglichen Belebung der Konjunktur. Impulse aus der Politik sind dringend notwendig.